Der Wanderverband Bayern begrüßt die Lockerung von Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, wodurch Wandern sowie anderer Freizeit- und Breitensport wieder intensiver betrieben werden können. Wir haben sieben Tipps, was jetzt beim Wandern und Bergwandern zu beachten ist.

In der Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder am 6. Mai 2020 wurde beschlossen, dass der Sport- und Trainingsbetrieb im Freizeit- und Breitensport unter freiem Himmel wieder erlaubt sind, sofern Regeln und Verordnungen eingehalten werden. Zu den am meisten ausgeführten Freizeit- und Breitensportarten gehören Wandern und Bergwandern, anerkannte Sportarten des Deutschen Olympischen Sportbundes. Diese beliebten Outdoor-Sportarten können nun wieder besser ausgeübt werden.

Wir begrüßen, dass gewisse Beschränkungen im Freizeit- und Breitensport entfallen, die bislang die Ausübung von Wandern, Bergwandern und anderen Outdoor-Sportarten stark einschränkten. Und wir sind glücklich, dass auch andere große Verbände wie der Deutsche Olympische Sportbund und der Deutsche Alpenverein der Meinung sind, dass Wandern und Bergwandern unter Beachtung von Regeln und Verordnungen möglich sind.

7 Tipps fürs Wandern und Bergwandern in Corona-Zeiten

Wandern ist eine besonders kontaktarme Form der Freizeitbetätigung im Freien. Dieser Aspekt sollte in Corona-Zeiten deutlich betont werden. Gegenseitige Rücksichtnahme ist das oberste Gebot beim Wandern. Um das Infektionsrisiko während Wanderungen und Bergtouren zu minimieren, empfiehlt der Wanderverband Bayern allen Menschen, die folgenden sieben Sicherheitsregeln einzuhalten:

  1. Touren geschickt auswählen und Empfehlungen beachten: Wanderer und Bergwanderer sollten sich Strecken und Ziele aussuchen, die weniger bekannt und damit nicht so stark frequentiert sind wie die sogenannten Hotspots. Die meisten Wanderer wählen Rundwege für ihre Touren aus, wovon viele eine empfohlene Richtung haben. Die Wandervereine sind aufgefordert, für Rundwege ohne Richtungsempfehlungen solche zu erstellen. Wenn sich alle an die Empfehlungen halten, minimieren sich die Begegnungen auf dem Weg.
  2. Weniger Risiko eingehen: Es sollten keine anspruchsvollen Touren ausgewählt werden, die die persönliche Leistungsgrenze übersteigen. Gerade jetzt sollte der Gesundheitsaspekt des Outdoor-Sports im Vordergrund stehen – nicht der Leistungsaspekt.
  3. Immer Abstand halten: Auch unter freiem Himmel gelten die Abstandsregeln – mindestens 1,5 m zu anderen Personen. Vor allem auf schmalen Waldwegen und Pfaden bedeutet das: Beiseite gehen und andere passieren lassen. Schnelle Wanderer müssen ihre Geschwindigkeit womöglich anpassen. Forciertes Überholen sollte man derzeit vermeiden. Gegenseitige Verständigung ist wichtig: Lieber einmal ein kleines Stück zurückgehen, um besser aneinander vorbei zu kommen.
  4. Rituale unterlassen: Vertrautes wie Shakehands, Umarmungen am Gipfel oder das Teilen einer Trinkflasche sind in Corona-Zeiten tabu.
  5. Desinfektionsmittel mitnehmen: Dies ermöglicht das Einhalten der Hygieneregeln, auch wenn man sich auf der Wanderung nicht die Hände mit Seife und heißem Wasser waschen kann.
  6. Mund- und Nasenschutz mitnehmen: Auch wenn er während des Wanderns nicht getragen werden muss, sollte man einen Mund- und Nasenschutz dabeihaben. Es könnte zu Situationen kommen, in denen dieser benötigt wird, etwa bei einem Notfall.
  7. Auf alle Fälle vorbereitet sein: Wanderführer und geübte Wanderer haben immer ein Erste-Hilfe-Päckchen dabei. Derzeit sollte man besonders darauf achten, dass das Set auch Handschuhe enthält.